Baja California - © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo
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Baja California – Ein Traum für Naturliebhaber und Ruhesuchende

Reist man über die USA in die Baja California ein fühlt man sich als Deutscher wohl eher an den Ballermann erinnert. Die mexikanische Grenzstadt Tijuana ist für US-Amerikaner und Kanadier seit den Zeiten der Prohibition Partystadt – hier findet man Bars, Clubs, Casinos und Shoppingcenter an fast jeder Ecke.

Lässt man die Stadt aber schnell hinter sich wird man bald mit einzigartigen Landschaften, einsamen Sandstränden und unberührter Natur belohnt.

Ein über 1.200 Kilometer langer Streifen im Westen Mexikos bildet die Halbinsel Baja California. Der Golf von Kalifornien (Cortes-Meer) trennt die Halbinsel vom Festland im Osten, während der Pazifik die westliche Küste umspült. Spricht man von der Baja California meint man im Allgemeinen die gesamte Halbinsel. Tatsächlich finden sich dort zwei der mexikanischen Bundesstaaten, Baja California im Norden und Baja California Sur im südlichen Teil der Halbinsel.

Um die einzigartigen Ökosysteme der Baja California zu bewahren sind große Teile der Landschaften als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die Inseln und Schutzgebiete der Golfseite wurden sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Wein, Wüsten und Kakteen

Nahe der ehemaligen Hauptstadt Ensenada beginnt das Weinanbaugebiet mit der „Ruta del Vino“, der bekanntesten Weinroute Mexikos. Sechs Weingüter, darunter auch die größte Weinkellerei Mexikos, die „Bodegas Santo Tomás“, produzieren Wein, der immer mehr auch außerhalb Mexikos Beachtung findet. Probieren Sie ihn bei einer der zahlreich angebotenen Weinverkostungen einfach mal selbst aus.

Desierto Central de Baja California, Sierra San Pedro Mártir, Reserva de la Biosfera El Vizcaíno, Biosphärenreservat Estero San José – Das sind nur einige der zahlreichen Schutzgebiete um die einzigartige Flora und Fauna der Baja California zu bewahren. Allein das Biosphärenreservat El Vizcaíno umfasst eine über 25.000 km² große Fläche.

Jede dieser Regionen überrascht mit unwirklichen Landschaften, einzigartigen Tieren und Pflanzen:

Desierto Central de Baja California: Hunderte von verschiedenen Kakteenarten, welche oft nur auf der Halbinsel zu finden sind.

Sierra San Pedro Mártir: Bizarre Felsformationen und tiefe Schluchten warten darauf entdeckt zu werden.

Reserva de la Biosfera El Vizcaíno: Neben eindrucksvollen Landschaften, skurrilen Kakteen und Bäumen im Landesinneren finden Sie Kokospalmen und Mangrovensümpfe entlang der Küste. Zahlreiche Vogelarten sowie Grauwale, Schildkröten, Seelöwen und Delphine bringen in dieser Region ihre Jungen zur Welt.
In diesem Biosphärenreservat befinden sich auch die Felsmalereien der Sierra San Francisco. Diese sind mehrere tausend Jahre alt und gehören mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNSECO.

Biosphärenreservat Estero San José: Ein Paradies für Vogelbeobachter – Nachtreiher, Fregattvögel, Fischadler und viele andere Vogelarten mehr brüten und leben hier.

Baja California - © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo

Baja California – © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo

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Pulsierende Städte und einsame Dörfer

Wer beeindruckende Naturerlebnisse gerne mit den Annehmlichkeiten touristischer Städte verbindet, sollte unbedingt die Südspitze der Baja California mit den Städten Cabo San Lucas und San José del Cabo besuchen. Hier treffen eindrucksvolle Felsformationen, karge Wüsten und wunderschöne Strände auf luxuriöse Hotels, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten sowie vielfältige Freizeitmöglichkeiten, von Segeln, Surfen, Schnorcheln bis zu Bars und Diskotheken.

Letzteres findet man vor allem im quirligen Cabo San Lucas mit seinen internationalen Restaurants, exklusiven Hotels und Läden bekannter Modelabels. San José del Cabo hingegen ist etwas beschaulicher. Historische Bauten sowie die vielen Galerien und Kunsthandwerkläden prägen das Stadtbild und machen einen Stadtspaziergang unbedingt empfehlenswert.

Die kleine Hauptstadt der Baja California Sur, La Paz, konnte noch viel von ihrem mexikanischen Flair erhalten. Außerdem ist die Stadt optimaler Ausgangspunkt für Outdooraktivisten und Fans nachhaltiger Reisen. Die vorgelagerten Inseln sind meist Biosphärenreservate mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Besonders beliebt ist ein Bootsausflug auf die Insel Espiritu Santo. Die kleine Insel beherbergt wunderschöne Buchten, eine bunte Vegetation und eine muntere Seelöwenkolonie.

Baja California - © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo

Baja California – © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo

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Lopez Mateos
an der Pazifikküste ist der ideale Ausgangspunkt für Waltouren zwischen Dezember und März.

Ein Stopp lohnt auch Loreto an der Golfküste. Die Region um die älteste bekannte spanische Siedlung in ganz Kalifornien ist bekannt und beliebt als Wassersportparadies und Ausflugsziel, vom Kajakfahren bis zu Wander- und Trekkingtouren.

Tipp: Circa 80 Kilometer nördlich von Loreto kommen Sie zur Bahia Concepción, eine Bucht mit weißen Traumstränden und vorgelagerten Inseln. Es gibt dort öffentliche Strände und Standplätze für Camper.

Im kleinen Ort Santa Rosalia kann man Holzhäuschen und eine Metall-Kirche bewundern, die von Gustave Eiffel entworfen wurde.

Bahia de los Angeles vereint perfekt die Schönheiten der Ostküste Baja Californias: fantastische Panoramen, zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, ein beschaulicher Ort mit maritimen Charme und herrliche Buchten. Allein die Fahrt dorthin durch das Cirios-Tal lohnt sich.

Zur Walbeobachtung empfiehlt sich ein Abstecher nach Guerrero Negro. Aber auch die salzreiche Lagune mit einer üppigen Flora und Fauna ist einen Besuch wert.

Bildmaterial: © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo

Baja California - © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo

Baja California – © CPTM/Foto: Ricardo Espinosa-reo

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